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In diesem Jahr laufen die Sternwanderungen in der Allianz Waldsassengau nach Remlingen. Hier findet nicht nur der weit bekannte Saatmarkt statt, sondern auch der Tag der Öko-Modellregion auf dem Bioland-Hof Schwab.

"Signalhorn - Posthorn - Jagdhorn" ist der Name des 110. Europäischen Kulturweges, der sich in der malerischen Natur- und Kulturlandschaft des Waldsassengaus erstreckt. Die rund 13 km lange Wegstrecke führt zwischen Mädelhofen, Roßbrunn und Uettingen und beinhaltet kulturhistorische Informationen, die an zahlreichen Stationen erläutert werden. Bei der Eröffnung wird der zweite Teil des Weges (rund 8 km um Roßbrunn und Mädelhofen) vorgestellt.

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Neuer Kulturweg im Würzburger Westen informiert unter anderem zur Rinderrasse „Fränkisches Gelbvieh“

Am 21. Juli 2019 wird ein neuer „Europäischer Kulturweg“ in der Allianz Waldsassengau im Würzburger Westen eingeweiht. Hier kooperieren die Gemeinden Uettingen und Waldbüttelbrunn mit den Ortsteilen Roßbrunn und Mädelhofen miteinander, um ein Freizeitangebot zu schaffen, das interessante historische und kulturelle Highlights aufgreift.

Was hat unsere Vorfahren in ihrem Arbeitsalltag geprägt? Welche Entwicklungen folgten in den Jahrzehnten bis hin zur Gegenwart?

Zum diesjährigen Saatmarkt in Remlingen, bei dem auch der "Tag der Öko-Modellregion Waldsassengau" stattfinden wird, ist eine Ausstellung mit historischen Bildern zur Landwirtschaft geplant. Dabei sollen nicht nur alte Schwarz-Weiß-Fotos ausgestellt werden, sondern auch Bilder aus den vergangenen Jahrzehnten. Besucher erhalten dann auf den Bildern einen Eindruck vom Strukturwandel im ländlichen Raum.

Heftig wurden die Ziele und Maßnahmen des Volksbegehrens „Rettet die Bienen“ quer durch die Gesellschaft diskutiert. Ein erklärtes Ziel ist die weitere Förderung des Öko-Landbaus, um einen Öko-Anteil von 30 % in der bayerischen Landwirtschaft zu erreichen. Derzeit wirtschaften gut 10 % der Landwirte bereits nach den EU-Biorichtlinien, im westlichen Landkreis Würzburg - seit einigen Jahren staatlich anerkannte Öko-Modellregion, sind es bereits gut 20 %. Enge Netzwerke und Liefergemeinschaften sowie attraktive Direktvermarktung über die Hofläden, Bio-Lieferservice und eine Solidarische Landwirtschaft kommen gut beim Verbraucher an und sichern den wachsenden Absatz der regionalen Bio-Produkte. Dass sich die Bürger des westlichen Landkreises nicht nur über den Konsum zu Bio bekennen, sondern sich zunehmend für die Arbeitsweise und Prinzipien des Öko-Landbaus interessieren, bewies der rege Zuspruch am Info-Abend, zu dem die Öko-Modellregion sowie der Bioland-Betrieb Schwab geladen hatten.

Buchvogelherd, Dachsbau, Kleelein und Sauloch – sind nur einige der klangvollen alten Flurbezeichnungen, die auf einer eigens erstellten Karte der Hettstadter Gemarkung zu finden sind. Die Karte bewahrt nicht nur die alten Schlagnamen vor dem Vergessen, sie macht vor allem die vielen Blüh- und Öko-Kontoflächen der Gemeinde und der beteiligten Landwirte sichtbar und veranschaulicht prägnant die erfolgreiche Zusammenarbeit des Hettstadter „Runden Tisches“.